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Lehrer

Lehrer und Schulsozialarbeiter, Jugendarbeiter

-Prävention in der Schule:

Sie sind Lehrer/in, Schulsozialarbeiter/in oder auf sonstige Weise im Bereich Schule oder im Kontakt mit Jugendlichen aktiv?
Ist Graffiti an Ihrer Schule oder Arbeitsfeld ein Thema? Dann können Sie sich hier umfangreich informieren und sich kreative Tipps im Umgang mit der Problematik zu Nutze machen.
Bevor Sie allerdings präventiv handeln, sollten Sie sich aktiv mit dem Thema Graffiti auseinandersetzen. Denn nur, wenn Sie sich in der Szene auskennen, wirken Sie für Jugendliche überzeugend und vermitteln das Gefühl echten Interesses. Prävention sollte schließlich immer zielgruppengerecht erfolgen. Im Folgenden finden Sie einige Möglichkeiten sich mit dem Thema vertraut zu machen.

-Aufklärung
- klären Sie Jugendliche zum Thema Graffiti auf
- Erhöhte Aufmerksamkeit
-Projekte in der Stadtyy
-Mediale Unterstützung

Klären Sie die Jugendlichen zum Thema Graffiti auf!
Hierzu einige Tipps:

Ist Graffiti Kunst?

• Kunst liegt immer im Auge des Betrachters. Diskutieren Sie die Frage, ob Graffiti Kunst ist, doch einmal mit Ihren Schülern. Die Jugendlichen müssen sich im Rahmen dessen auch konkret mit dem Begriff Kunst auseinandersetzen.
• Viele berühmte Sprayer wie Tasso und Loomit erstellen Auftragsarbeiten. Das zeigt, dass manche Menschen bereit sind, für diese Art der Wandgestaltung Geld zu zahlen. Allein dies könnte ja schon ein Indiz dafür sein, Graffiti als Kunst zu betrachten.
Aufklärung über strafrechtliche und privatrechtliche Konseqenzen:

• Klären Sie auf, über legales und illegales Sprühen:
Informieren Sie in diesem Bezug auch über die sogenannten "Halls of Fame"
• Klären Sie auf über mögliche Konsequenzen:
Machen Sie den Jugendlichen deutlich, welche strafrechtlichen Konsequenzen illegales Sprühen zur Folge haben kann. Verdeutlichen Sie auch die Kosten der Beseitigung von Graffiti und welche privatrechtlichen Konsequenzen auf sie zukommen können.

Aufklären über weitere Gefahren von Graffiti:

• Klären Sie über gesundheitliche Gefahren aufgrund von Schadstoffen auf.
• Klären Sie zudem über die Gefahr bei waghalsigen Unternehmen auf.
Erhöhte Aufmerksamkeit

• Wenn Ihnen auffällt, dass ein verstärktes Interesse für Graffiti besteht, sollten Sie auf jeden Fall handeln.
• Indizien für Graffiti-Begeisterung können beispielsweise sein:
• Graffiti-Malereien oder ähnliches in Schulheften, das Benutzen von Szene-Ausdrücken, wie bomben, tags, style, can, crew et cetera oder ein Kleidungsstil der dem der Hip-Hop Szene ähnelt.
• Suchen Sie das Gespräch mit Schülern, aber auch mit Eltern, wenn es Ihnen ratsam erscheint.
• Wenn eine Schülerin oder ein Schüler bereits wegen illegalem Graffit-Sprayen erwischt worden ist, dann können Sie beratend zur Seite stehen.
Nennen Sie Handlungsalternativen

• Stellen Sie sich die Frage, was die Jugendlichen mit ihrem Handeln erreichen wollen. Beachten Sie dabei, dass jeder einzelne Jugendliche eigene und individuelle Beweggründe hat. Diese Motivationen, welche hinter den Handlungen der Jugendlichen stecken, sind meistens positiven Ursprungs. Beispielsweise suchen die Jugendlichen Anerkennung, Selbstbestätigung oder Spaß.
• Die Jugendlichen haben zum Ziel, die Bedürfnisse, aus denen sich die Motivation ergibt, zu befriedigen. Dieses Ziel kann vielleicht aber auch ohne illegales Sprayen erreicht werden! Durch welche Arten an Aktivitäten kann der Jugendliche alternativ seine Bedürfnisse befriedigen?
• Zeigen Sie den Jugendlichen Handlungsalternativen auf! Vielleicht besteht tatsächlich künstlerisches Talent, welches dann legal gefördert werden sollte, oder Sport, beispielsweise im Rahmen eines Mannschaftssportes, stellte eine Alternative dar. Erkennen Sie die Stärken und Schwächen Ihrer Schüler und lenken Sie diese in die richtigen Bahnen!
Vermitteln Sie Halt, Struktur und Anerkennung

• Die Bedürfnisse der Jugendlichen können nicht nur durch Handeln der Jugendlichen befriedigt werden, sondern auch durch Handeln von außen.
• Sie als Aufsichtsperson haben die Möglichkeit, auf die Bedürfnisse der Jugendlichen dahingehend einzuwirken, dass für sie keine Notwendigkeit mehr besteht, ihre Bedürfnisse durch unerwünschtes Handeln zu befriedigen.
• Bei den Bedürfnissen der Jugendlichen handelt es sich zumeist um Anerkennung, Individualität, Akzeptanz, Ausleben der Kreativität, etc
• Aber beachten Sie, dass jeder Jugendliche eigene, individuelle Beweggründe hat und die gilt es herauszufinden.
• Wenn Sie die Bedürfnisse der Jugendlichen respektieren und ein Stück weit befriedigen, können Sie vielleicht verhindern, dass Jugendliche (weiterhin) zur Spraydose greifen.

Projekte in der Stadt:
Die Unterführung Charlottenplatz wird seit 2014 von Profi Sprayern wie auch Schulen aus der Umgebung verschönert. Ab 2018 soll auch die Unterführung bei der RAN Tankstelle in Weingarten als Fläche zur Verfügung stehen. Bei Interesse können sie sich melden bei:
Ansprechpartner:

Mediale Unterstützung:
Auch zur Unterstützung und Veranschaulichung der Thematik gibt es Filmmaterial unter:
http://www.dosensport.com/graffiti-filme

Unterführung Charlottenplatz